Trigalde

  • Pflanzenart: Baum; Laubbaum; Obstbaum
  • Größe: 40 Meter, in Einzelfällen bis 80 Meter
  • Standort: keine Präferenzen, meist in Gruppen
  • Aussehen: knorriger Wuchs, grobe; raue Rinde; dichtes Blattwerk aus lederartigen
  • Blättern; weiße bis rosafarbene Blüten; längliche, rote Früchte
  • Blütezeit: eine kurze Zeit im Frühsommer

Beschreibung

Die Trigalde ist eine besondere Baumart, die in ganz Zentland wächst. Sie spielt eine wichtige Rolle für das Leben der verschiedenen Völker und hat eine essenzielle Bedeutung in der Spiritualität. Trigalden wachsen in Wäldern und in Parks und treten meist in Gruppen auf. Manche sind der Meinung, dass Trigalden Wesen und nicht nur Pflanzen sind.

Aussehen

Die Trigalde bildet eine kräftige Baumkrone aus, die verschiedenen Vögeln und anderen Waldtieren Schutz bietet. Der Baum hat einen knorrigen Wuchs und besitzt eine dicke, grobe und raue Rinde.

Die olivgrünen, lederartigen Blätter der Trigalde sind bis zu 35 cm lang, wechselständig angeordnet und unpaarig gefiedert mit rund 20 Einzelblättern, die eine Länge von je 5 cm aufweisen. Sie besitzen einen leicht welligen Rand und verströmen einen würzigen Duft. Im Herbst verfärben sich die Blätter sehr langsam gelblich, bis sie schließlich abfallen. Im Winter sind Trigalden vollkommen kahl. Sobald die kalte Jahreszeit vorüber ist, treiben die Blätter frisch aus und bilden innerhalb weniger Wochen ein dichtes Blattwerk.

Die Blüten der Trigalde zeigen sich in 20 bis 50 cm langen, herabhängenden Trauben, die einen süßlichen Duft verströmen. Jede Blüte hat genau sieben feine, abgerundete Blütenblätter und trägt ein Büschel roter Staubgefäße in der Mitte. Eine einzelne Blüte ist etwa 5 cm groß. Da sich nach der Bestäubung ihr pH-Wert ändert, verändert sich die Färbung von Weiß zu Rosa. Dadurch stellt die Trigalde sicher, dass möglichst alle Blüten effektiv bestäubt werden. Dadurch wird keine lange Blütezeit benötigt und der Baum kann frühzeitig mit der Ausbildung von Früchten beginnen.

Im Herbst bringt die Trigalde tiefrote Früchte hervor, die einen angenehmen Geschmack und eine berauschende Wirkung haben. Diese ist auf halluzinogene Inhaltsstoffe zurückzuführen. Die kernlose, saftige Trigaldenfrucht ist länglich und hat etwa eine Größe von 4 cm auf 9 cm. Aufgrund des hohen Wasseranteils liegt das Gewicht bei 300 bis 400 Gramm pro Frucht.

Ursprung und Verbreitung

Niemand kann sagen, wie lange die Trigalden bereits existieren. Die Bäume waren, so weit die Aufzeichnungen zurückreichen, schon immer da. Da niemand in der Lage ist, eine Trigalde zu zerstören, werden diese Bäume sehr, sehr alt. Da Trigalden keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit stellen und aufgrund ihrer tiefen Wurzeln auch lange Trockenperioden gut überdauern können, sind sie überall zu finden.

Historischer Hintergrund

Aus der Trigalde lassen sich verschiedene Erzeugnisse gewinnen, die für die Völker Zentlands von Interesse sind. Die Nutzung der Trigalde geht weit in die Vergangenheit zurück. Schon vor den Mondzeiten spielten sie eine wichtige Rolle im alltäglichen Leben von Menschen, Elfen, Trachiden und Legemuren.

Seit jeher werden die heiligen Bäume genutzt, um den Göttern nahe zu sein. Dem Volksglauben nach haben die Götter, die sieben Monde, die Bäume direkt auf die Welt geschickt. Andere sagen, dass die sieben Monde sie sogar eigenhändig eingepflanzt haben.

Aufgrund dieser stark spirituellen Bedeutung richtet sich das Leben der Völker nach diesen Bäumen: Wenn sich die Blätter der Trigalden in Herbstlaub verwandeln, gilt das als der offizielle Herbstbeginn. Und wenn die Blätter neu austreiben, wird das als Frühlingsanfang gedeutet.

Zwar lässt sich eine Trigalde nicht zerstören, dennoch ist ein achtsamer Umgang mit den Bäumen wichtig. Der Aberglaube besagt, dass denjenigen, die eine Trigale mutwillig verletzen oder schädigen möchten, Böses widerfährt.

Außerdem gelten Trigaldenwälder als wichtige Orte. Um bei einem Treffen mit einem Feind sicher zu sein, achtet man daher darauf, dass eine Trigalde in der Nähe wächst. Und wenn es um wichtige Entscheidungen oder besonders spirituelle Momente geht, ist ein Trigaldenwald die erste Anlaufstelle.

Verwendung

Trigalden finden in Zentland vielfältige Anwendung. Besonders wichtig ist das Baumharz Harpuu, das eine stark rote Farbe hat. Sein Aussehen wird mit dem eines Feueropals verglichen. Es wird von den sieben Schamanen als Räucherwerk verwendet. Neben Zauberblumen ist Harpuu eine wichtige Zutat für das heilige Räucherwerk, mit dem die Schamanen den sieben Monde auf dem Berg Moli aufsuchen. Dabei entsteht ein purpurfarbener, dichter Rauch. Auch zu anderen Anlässen wie Hochzeiten im Adel oder Krönungen wird mit Harpuu-Harz geräuchert, wobei das Räucherwerk immer von einer Schamanin oder einem Schamanen ausgeführt werden muss, da es als heilig erachtet wird.

Neben der Verwendung im spirituellen Kontext gibt es auch weniger heilige Anwendungsbereiche der Trigalde. Aus den im Herbst erntereifen Früchten wird aufgrund ihrer halluzinogenen Wirkstoffe Trigaldensaft gebraut. Das Getränk hat ebenfalls eine rötliche Farbe und wird wie Bier in Fässern gelagert und in Tavernen ausgeschenkt und getrunken. Da es den Körper und Geist beeinflusst, ist das Getränk vom Trigaldenbaum in bestimmten Religionen verboten. Dort wird sogar davon gesprochen, dass man dem Wahnsinn verfallen könne, wenn man zu viel des Trigaldensafts trinkt. Gleichzeitig gibt es Berichte von Konsumenten, die bei einer leichten Mischung von einer animierenden, konzentrationsfördernden Wirkung sprechen.

Aus den roten Früchten der Trigalde lassen sich auch Tränke brauen. Diese dienen vor allem der Stärkung des Geists, sind aber ebenfalls mit großer Vorsicht zu genießen. Auch in der Volksheilkunde werden sie eingesetzt: Sie sollen starke Schmerzen – zum Beispiel nach einer Verletzung – lindern. Gleichzeitig kann ein Trank aus Trigaldenfrüchten äußerlich aufgetragen werden, um Wunden zu reinigen. Manche verwenden hierfür aber auch einfach stark konzentrierten Trigaldensaft.

Die Blätter der heiligen Bäume enthalten ätherische Öle, die einen angenehm würzigen Duft haben. Die Blätter werden gepresst, um Trigaldenöl zu gewinnen, welches in der Kosmetik – beispielsweise als Badezusatz – Anwendung findet. Gleichzeitig soll es eine beruhigende Wirkung haben.

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Die Rinde von Trigaldenbäumen lässt sich auch zum Färben von Textilien verwenden. Es wird daraus eine violette Farbe gewonnen.

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